Zusammenfassung
Wir essen das gerne, was wir oft essen- und nicht umgekehrt! Oder anders ausgedrückt: “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht” – Der Mensch ist ein “Gewohnheitstier”. Das hat auch einen biologischen Ursprung. Man weiß aus Untersuchungen, dass das Kind schon im Bauch der Mutter anfängt Geschmack “zu lernen”. Was die Mutter isst, kann ja nur gut sein, deshalb lernt das Kind bereits ab der 30. Schwangerschaftswoche das auch zu mögen. Das heißt, je vielfältiger eine Frau in der Schwangerschaft isst, desto besser ist es auch für das Kind.
Aber auch nach der Geburt müssen wir unseren zunächst noch sehr primitiven Geschmackssinn erst an neue Geschmäcker gewöhnen. Geschmack ist deshalb ein Lernprozess. Du wirst nicht von einem Tag auf den anderen Kohl mögen, wenn du ihn bisher nicht gemocht hast. Das ist auch evolutionsbiologisch erklärbar, denn in der Natur macht es durchaus Sinn von Dingen, die man nicht kennt, erst einmal vorsichtig zu probieren und abzuwarten, welche Auswirkungen das im Körper hat. Je öfter du etwas kostest, desto eher lernt der Körper, ob ihm das gut tut und welche Nährstoffe er damit verbindet. Ist es für ihn positiv, wird dir dieses Lebensmittel mit der Zeit schmecken. An neue Dinge musst du dich also erst einmal langsam herantasten – immer wieder einmal ein kleiner Bissen reicht da oft schon. Das heißt nicht, dass dir jedes einzelne Lebensmittel schmecken wird, aber den Großteil wirst du vermutlich lernen zu mögen. Auch wenn du dir das jetzt ÜBERHAUPT nicht vorstellen kannst, dass du dann nach Gemüse ein Verlangen oder Lust hast – das wird früher oder später passieren 🙂