Ich bin müder, wenn ich frühstücke

Merken

Manche Menschen vermeiden das Frühstück,  weil sie das Gefühl haben, dass sie davon müder werden. Wenn es dir auch so geht, solltest du dir anschauen, ob du das Problem lösen kannst. Ja, es gibt Menschen, denen es ohne Frühstück besser geht – aber unserer Erfahrung nach gehören Menschen mit Heißhunger oder einem gestörten Sättigungsgefühl in den allermeisten Fällen nicht dazu.

Warum dich dein Frühstück vielleicht müder macht:

1) Es ist falsch zusammengestellt und du isst zu viele Kohlenhydrate gleich in der Früh.

Wir haben viele Tausend “Fäustlinge” und haben die Erfahrung gemacht, dass es einige wenige gibt, denen ein warmer Getreidebrei oder ein anderes, eher kohlenhydratlastiges Frühstück gut tut und sie lange satt macht – für die meisten ist es allerdings eine Katastrophe und führt oft dazu, dass sie schnell wieder hungrig werden – oder eben sehr müde.

Lösung: Iss mindestens 10, aber besser 15 oder 20 Gramm Eiweiß gleich in der Früh und beschränke die “Stärkefaust” ganz strikt! Am einfachsten geht das mit einem unserer Frühstücke nach der Faustformel.

2) Deine Energie kommt aus einer Stressreaktion.

Dein Körper kann in “Notfällen” zusätzliche Energie mobilisieren, indem er auf “Flucht oder Kampf” umschaltet. Dann werden die Stresshormone erhöht und versteckte Reserven mobilisiert – bzw, wenn grad keine vorhanden sind, Muskeln in Zucker umgewandelt – um den Körper mit Energie zu versorgen. Ich nenne das “falsche Energie”. Man fühlt sich zwar fokussiert und voller Energie, aber der Körper ist eigentlich im “Notprogramm”, dass man sich für “Notfälle” (falls mal ein Säbelzahntiger auftaucht…) aufheben sollte.

Nahrungsaufnahme, v.a., wenn Kohlenhydrate dabei sind, signalisiert dem Körper, dass keine lebensbedrohliche Situation herrscht und senkt Stresshormone. Wenn du also nur “auf Stress läufst” und etwas isst, dann werden deine Stresshormone recht schlagartig gesenkt – und wenn “darunter” keine Basis ist, wie dein Körper mit Energie versorgt wird, dann bricht deine Energie ein und du wirst sehr müde.

Ich hatte schon Klienten, die deswegen versucht haben, die erste Mahlzeit so spät wie möglich zu essen – oft erst am Nachmittag oder Abend und sich bis dahin mit Kaffee über Wasser zu halten (Kaffee sorgt dafür, dass Stresshormone im Körper bleiben), weil jede Mahlzeit sie sofort müde gemacht hätte. Das Problem dabei: der Körper wird permanent unterversorgt (es kommt auch zu Nährstoffmängeln) und das “Notprogramm” wird langfristig missbraucht – was dann langfristig zu noch größerer Erschöpfung führen kann.

Lösung: beginne nach und nach deinen Körper besser mit Nährstoffen zu versorgen und fang an zumindest ein kleines Frühstück zu essen – und wenn es nur eine winzige Kleinigkeit ist. Achte auf ausreichend Eiweiß!

3) Du hast eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, von der du nichts weißt.

Eines der häufigsten Symptome von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist lähmende Müdigkeit relativ knapp nach dem Essen. Müdigkeit kann natürlich auch andere Ursachen haben, aber wenn du direkt nach einer Mahlzeit oft so müde wirst, dass du kaum aufrecht sitzen kannst und dich am liebsten sofort ins Bett legen würdest und es dafür keine andere Erklärung gibt (Stress, Schlafmangel, etc), dann könnte eine Unverträglichkeit dahinter stecken.

Die einfachste Möglichkeit, das zu testen, ist eine Mahlzeit aus Lebensmitteln zu essen, die du sonst nie isst. Oder zumindest Getreide, Milchprodukte, Eier und Hefe (die “Klassiker” unter den Unverträglichkeiten beim Frühstück) mal wegzulassen und zu sehen, ob dann die Müdigkeit ausbleibt.

Nach oben scrollen

HELGA eintragen

HELGA eintragen
50
Faust Formel

Kostenfrei
Ansehen