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>> Video: Gluten – was ist das und wo ist es drin?
>> Video: Warum ist Sauerteigbrot besser als Hefebrot?
Zusammenfassung
Man hört doch immer, dass Kohlenhydrate, vor allem zu viel Brot, beim Abnehmen nicht helfen. Es stimmt schon, dass es gesundheitsfördernd für die Menschen sein kann, die sehr viel Zucker und Weißmehl essen und sich zudem auch nicht viel bewegen, wenn sie Kohlenhydrate reduzieren. Aber es spricht nichts gegen ein gute gemachtes Vollkornbrot mit Sauerteig in Maßen. Das Problem heutzutage ist aber, dass man einfach zu viel davon isst. Morgens gibt es meistens Brot, zu Mittag greift man auf ein belegtes Brot zurück und am Abend, wenn es schnell gehen muss, gibt es dann die Brotzeit/kalte Jause. Und das wird auf Dauer einfach viel zu einseitig!
Was ist eigentlich ein “gutes” Brot?
Getreide enthält von Natur aus sogenannte “Antinährstoffe”. Diese sind für den menschlichen Körper aber unverdaulich und können die Verdauung stören. Deshalb sollten diese Antinährstoffe vor dem Verzehr abgebaut bzw. “vorverdaut”werden. Das passiert durch Bakterien, die sich durch den Fermentationsprozess in einem Natursauerteig entwickeln. Dadurch wird das Brot viel bekömmlicher für uns.
Am anderen Ende des Spektrums stehen die sogenannten “Industriebrote”. Diese Brote werden innerhalb kürzester Zeit (meistens nicht mehr als in 90 Minuten) hergestellt. In dieser kurzen Zeit kann der Teig aber nicht richtig “gehen” und Antinährstoffe bleiben erhalten. Das kann auf Dauer zu Unverträglichkeiten führen. Auch Brote, die “frisch” in der Filiale fertig gebacken werden, sind mit Skepsis zu betrachten. “Frisch gebacken” klingt anfänglich vielleicht toll, aber diese Brote sind für uns leider auch sehr schwer verdaulich. In den meisten Fällen sind das Brote, die Hefe enthalten. Solche Brote werden als “Teiglige” vorbereitet und dann tiefgefroren, bevor sie in der Filiale fertig gebacken werden. “Normale” Hefe würde diesen Schockfrost-Vorgang nicht überleben. Deshalb wurde eine spezielle Hefe gezüchtet, die nun aber nicht nur die Schockfrostung, sondern auch die Hitze beim Backen überlebt. Das heißt, man isst “aktive Hefe” mit dem Brot mit und das kann ebenfalls unsere Verdauung beeinträchtigen.
Ist Eiweißbrot gesund?
Grundsätzlich haben wir nichts gegen ein gut gemachtes Eiweißbrot. Achte da aber unbedingt auf die Zutaten! Was nicht enthalten sein sollte sind Sojazusätze oder Proteinpulver! Oft wird auch mit Weizeneiweiß (= Gluten) verwendet, das im Übermaß bei manchen Menschen auch zu Verdauungsproblemen führen kann. Nüsse, Kerne, Samen, Quark/Topfen, Eier und andere natürliche Inhaltsstoffe sind ok!
Brot richtig aufbewahren
Wenn du den Laib Brot in einen Leinensack oder ein Leinentuch einwickelst und dann in einer Brotdose aufbewahrst, dann wird das Brot nicht so schnell hart. Du kannst das Brot auch in Scheiben schneiden und sie einzeln einfrieren und zum Auftauen im Toaster toasten.
Was heißt das jetzt für dich?
Versuche so gut es geht auf Natursauerteigbrote zurückzugreifen und Industriebrote zu vermeiden. Auch wenn du Brot selber machst, achte darauf, dass der Teig lange genug “gehen” kann, um Antinährstoffe zu verringern. Um mehr Vielfalt in deine Ernährung zu bringen probiere vielleicht unterschiedliche Getreidesorten, wie Kamut, Dinkel. etc. aus.