Kühlschrank richtig reinigen und einräumen

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Hand auf´s Herz: wann hast du das letzte Mal deinen Kühlschrank ausgemistet und geputzt? Eben. 😀 Wir haben hier für dich eine Anleitung wie du schnell und effizient deinen Kühlschrank putzt und ihn mit System wieder einräumst.

Hier findest du alle Themenbereiche im Überblick:

Kühlschrank richtig reinigen

Temperaturzonen des Kühlschranks richtig nutzen

Den Kühlschrank richtig einräumen ist nicht schwer!

Was wenn es einmal im Kühlschrank schimmelt?

Kühlschrank richtig reinigen

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Gerade im Kühlschrank ist Hygiene besonders wichtig, da sich durch die Lebensmittel leicht Keime bilden können. Deshalb sollten alle Lebensmittel auch regelmäßig überprüft und ausgemistet werden. Am besten orientiert man sich dabei an Geruch, Geschmack, Aussehen und Mindesthaltbarkeitsdatum. Für eine gründliche Reinigung den Kühlschrank ausschalten und komplett ausräumen. Dann alle Oberflächen gründlich mit Zitronenwasser abwischen und trocken nachwischen.

Gummidichtung nicht vergessen!

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Oft übersieht man bei der Reinigung des Kühlschranks die Gummidichtung. Hier nistet sich gerne Schimmel ein, den man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Mit einem in Zitronensaft getauchtes Wattestäbchen kann man den Übeltäter schnell beseitigen. Essig ist beim Reinigen von Gummidichtungen nicht geeignet, da er den Gummi porös werden lassen kann.

Eiswürfelspender reinigen

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Der Eiswürfelspender ist ein wenig knifflig zu reinigen, allerdings sollte man hier besonders gründlich vorgehen, damit sich keine Bakterien bilden können. Dieses Problem entsteht vor allem dann, wenn man nicht regelmäßig Eiswürfel macht und das Wasser zu lange steht. Bei jeder Reinigung des Spenders muss auch der Filter gewechselt werden. Da das Wechseln des Filters von Modell zu Modell sehr unterschiedlich ist, sollte man sich an die Bedienungsanleitung halten. Für alle, die einen Fixwasseranschluss haben, sollte die Leitung vom Wasseranschluss getrennt werden bevor man alles zu reinigen beginnt. Hat man einen Wasserbehälter muss dieser sorgfältig, am besten mit Essigwasser gereinigt werden. Auch alle anderen Teile des Spenders mit Essigwasser reinigen und danach gut abspülen und alles trocken wischen und wieder zusammenbauen.

Gerüche im Kühlschrank vermeiden

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Unangenehme Gerüche aus dem Kühlschrank wird man übrigens mit einem Schüsselchen Kaffeesatz oder Natron wieder los. Auch eine aufgeschnittene Zitrone oder Zitronenschalen lassen Gerüche verschwinden.

Temperaturzonen des Kühlschranks richtig nutzen

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Im Kühlschrank ist es grundsätzlich kalt, aber nicht überall herrscht die gleiche Temperatur! Die Luft im Inneren zirkuliert ständig und dabei fällt die kalte Luft nach unten. Auf der unteren Ablage liegt die Temperatur etwa bei ca. 2-3 Grad Celsius, während im oberen Fach sowie in den Ablagen der Türen bis zu 6 Grad Celsius mehr gemessen werden. Obwohl sich das Gemüsefach ganz unten im Kühlschrank befindet, herrschen hier Temperaturen von etwa 6 bis 9 Grad. Warum? Es ist die Glasplatte über dem Gemüsefach. Sie hält die kalte Luft und Feuchtigkeit ab. Viele neuere Kühlschränke haben schon ein blaues Licht im Gemüsefach mit eingebaut. Das verzögert den Verderbungsprozess. Diese Temperaturzonen sollten daher je nach Lebensmittel richtig genutzt werden.

Was gehört ins Gemüsefach?

Im unteren Teil des Kühlschrankes befindet sich das Gemüsefach. Es besteht je nach Hersteller aus einer oder zwei Schubladen und ist ideal für die Lagerung von Obst und Gemüse. Hier bleiben die Vitaminspender lange frisch, ohne dass sie ihre wertvollen Inhaltsstoffe einbüßen. Wann immer es der Platz zulässt, sollten Obst und Gemüse in unterschiedlichen Fächern gelagert werden, da es sonst passieren kann, dass aufgrund verschiedener Obstsorten der Reifungsprozess beschleunigt wird, oder die Lebensmittel den Geschmack des anderen annehmen können.

Welche Gemüse gehört in den Kühlschrank?

Brokkoli, Karfiol, Champignons, Pilze allgemein, Salate, Fenchel, Karotten, Kohl und Kohlrabi, Paprika, Petersilie, Schnittlauch, Radieschen, Rettiche, Spargel und Zucchini.

Welches Gemüse kann, muss aber nicht, in den Kühlschrank?

Freilandgurken, Weiß-, und Rotkraut, Kürbis, Sellerieknolle, Tomaten (nur reife)

Welches Gemüse sollte nicht in den Kühlschrank?

Glashausgurken, Kartoffel, Knoblauch, Melanzani, Tomaten halb- und unreif, Zwiebel

Welches Obst sollte in den Kühlschrank?

Die Liste ist relativ kurz. Beeren, Kirschen, Marillen, Nektarinen, Pfirsiche, Zwetschken sollten in den Kühlschrank. Ananas, Avocado, Mango, Melone, Papaya, Orangen, Zitronen, Mandarinen, Limetten, Grapefruit sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden.
Datteln und Feigen, Äpfel, Birne, Kiwis und Bananen (sie werden außen braun bleiben aber innen länger frisch) können, müssen aber nicht im Kühlschrank gelagert werden.

Die untere Ablage im Kühlschrank

Hier ist es am kühlsten. Die niedrigen Temperaturen sind ideal für die Aufbewahrung von schnell verderblichen Lebensmitteln, wie Fisch, Fleisch und Wurst. Hier muss man besonders auf ausreichende Hygiene achten und Lebensmittel gut verpackt sein (Glasschüsseln mit Deckel), damit kein Fleischsaft auf andere Nahrungsmittel übergeht.

Die mittlere Ablage im Kühlschrank

Auf der mittleren Ablage liegt die Temperatur durchschnittlich bei ca. 5 Grad Celsius. In dieses Fach gehören Milch und Milchprodukte, wie etwa Sauerrahm (saure Sahne), Schlagobers (Sahne), Topfen (Quark) und Joghurt. Die geöffnete Milchpackung wird in der Türablage gelagert. Doch dort ist es jedoch ca. 4 Grad wärmer als auf der mittleren Ablage. Deshalb sollten geöffnete Milchpackungen relativ schnell aufgebraucht werden.

Die obere Ablage im Kühlschrank

Diese Ablage ist mit etwa 8 bis 9 Grad Celsius am wärmsten. Butter, wird dort gelagert nicht ganz hart, sondern bleibt streichzart. Hier ist auch der ideale Ort für Käse, Marmelade, Senf, Dressings, offene Gurkengläser und für Feinkost. Auch selbst gekochtes Essen kann hier gut gelagert werden.

Die Tür des Kühlschrankes

Hier herrschen ähnliche Temperaturen wie auf der oberen Ablage. Ist ein Butterfach vorhanden, so kann sie auch dort aufbewahrt werden. Ein extra Fach für die Eier befindet sich im oberen Bereich der Tür (Eier können, müssen aber nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden). In den weiteren Ablagefächern können all die Dinge ihren Platz finden, die auch in der oberen Ablage gelagert werden können. Die Höhe der Türfächer bietet sich jedoch besonders zur Aufbewahrung von Getränken und sonstigen Flaschen, wie beispielsweise Ketchup oder Öl an. Die Tür bietet auch Platz für Senf, Tomatenmark und Mayonnaisetuben, Kren im Glas etc..

Welche Haltbarkeitsdaten gelten im Kühlschrank?
Hackfleisch/Faschiertes, roh Zubereitung am Einkaufstag
Gulasch, Geschnetzeltes, Spieße (roh) 1 Tag
Innereien, roh 1 bis 2 Tage
Braten, Steaks, ganze Stücke (roh) 3 bis 4 Tage
Geflügelfleisch, roh 1 bis 2 Tage
Brüh- und Kochwurst 3 bis 5 Tage
Zubereitetes (durchgegartes) Fleisch 2 bis 3 Tage
Seafood, Schalen und Weichtiere 2 bis 3 Tage
Fleisch 3-5 Tage
Innereien 2-3 Tage
Geselchtes Fleisch 2-3 Wochen
Geflügel 3 Tage
Fruchtsäfte 7-14 days
Milch 5-7 days
Cremes 5 Tage
Hartkäse 1-3 Monate
Weichkäse 2-3 Wochen
Cottagekäse, Ricotta 10 Tage
Butter 8 Wochen
Margarine bis zu 6 Monate
Öl bis zu 6 Monate

 Den Kühlschrank richtig einräumen ist nicht schwer!

Schraubgläser unterschiedlich gefüllt und gestapelt

Produkte mit jüngerem Verfallsdatum sollten vorne stehen, damit sie als erstes verbraucht werden. In einem übervollen Kühlschrank kann die Luft nicht mehr so gut zirkulieren – noch dazu hat man schnell keinen Überblick mehr wenn der Kühlschrank mit Lebensmitteln voll gestopft ist und man am Ende selbst nicht mehr weiß, was alles da ist.Ein gutes System ist es auch stapelbare Aufbewahrungsboxen aus Glas mit Deckel zu verwenden um so Platz zu sparen. Dieses System eignet sich vor allem bei Fleisch,- Wurst-, und Käsewaren. Die Behälter immer sorgfältig reinigen, vor allem bei rohem Fleisch und Geflügel. Sollte einmal etwas schimmeln, hilft es auch den Behälter mit Essigwasser auszuwaschen.
Warme Gerichte sollten zuerst auf Zimmertemperatur abgekühlt werden und erst dann in den Kühlschrank wandern, denn sonst muss die Temperatur im Kühlschrank wieder mühsam zuerst runter gekühlt werden.
Beachte immer die “2er-Regel”! Fertiggerichte, oder Essensreste sollten ab dem ersten Erwärmen innerhalb von 2h in den Kühlschrank wandern, damit die Keimbildung reduziert wird und innerhalb von 2 Tagen gegessen werden.

Was wenn es einmal im Kühlschrank schimmelt?

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Unsichtbarer Schimmel und Schimmelpilze sind überall in der Natur verbreitet. Gelangen die Sporen des Schimmelpilzes über die Luft auf ein Lebensmittel, können sie sich auf oder in ihm vermehren und bilden feine, fadenförmige Zellfäden, Hyphen genannt. Das Gefährliche am Schimmel: Die Hyphen können die Lebensmittel im Inneren durchziehen, sind aber für das menschliche Auge unsichtbar. Nur der Schimmelrasen an der Oberfläche des Lebensmittels ist zu erkennen. Das heißt, auch Lebensmittel die nur kleine schimmelige Stellen aufweisen, können gänzlich vom unsichtbaren Pilzgeflecht durchzogen sein. Sowohl der Schimmelrasen als auch die Zellfäden können Mykotoxine, giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, enthalten und auf den Organismus gesundheitsschädigend wirken.

Also welche Lebensmittel wegwerfen?

Je flüssiger ein Lebensmittel ist, desto schneller breitet sich das Toxin aus. Verschimmelte Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt bzw. lockerer Konsistenz wie Säfte, Saucen, Kompotte, Fleisch, Wurst, Milchprodukte, wasserreiches Obst und Gemüse am besten immer sofort entsorgen.Auch Brot sollte auf jeden Fall weggeworfen werden. Einerseits, da die Schimmelfäden das Brot leicht durchwandern können und daher für die Verbreitung der Toxine keine Barriere vorhanden ist, andererseits da Pilze, die unter anderem krebserregendes Aflatoxin bilden, häufig Getreide und Nüsse befallen. Schimmelige (oder bitter schmeckende) Nüsse sollten auf gar keinen Fall mehr gegessen werden! Vorsicht ist auch bei angefaultem Obst geboten, denn es kann auch Mykotoxine enthalten. Diese Mykotoxine sind sehr hitze- und kältestabil und bleiben selbst durch normale Be- und Verarbeitungsverfahren erhalten. Selbst in tiefgekühltem oder eingekochtem Obst können daher die Schimmelpilzgifte enthalten sein. Für den Rohverzehr oder zur Herstellung von Marmelade, Kompott oder Saft sowie zum Tiefgefrieren sollten deshalb nur einwandfreie Früchte verwendet werden, um das Risiko einer Mykotoxinvergiftung auszuschließen. Bei zuckerreichen Lebensmitteln, wie Marmelade, sollte es eigentlich zu keinem Schimmelbefall kommen, außer durch das Kondenswasser, das vom Deckel auf die Marmelade tropft. Dadurch kommt es zu einer lokalen Verdünnung des Zuckergehalts und es kann sich so Schimmel bilden.
Wichtig ist, bereits verschimmelte Lebensmittel immer rasch zu entsorgen und nicht länger offen liegen zu lassen, andernfalls können Schimmelsporen andere Lebensmittel „anstecken”. Um nach der Beseitigung von verdorbenen Lebensmitteln nicht gleich wieder einen Schimmelbefall befürchten zu müssen, ist eine Reinigung ratsam. Den Kühlschrank, befallenes Geschirr oder Fliesen sollten immer gründlich, am Besten mit Zitronenwasser, gereinigt werden. Sind verdorbene Lebensmittel offen im Kühlschrank gelegen, sollte der gesamte Kühlschrank mit Zitronenwasser ausgewischt werden. Brotdosen können auch vorbeugend einmal wöchentlich mit Essigwasser gereinigt werden.

Gesundheitsschädigender oder nützlicher Schimmel?

Schimmelpilze müssen nicht immer gesundheitsschädigend, sondern können auch von Nutzen sein – beispielsweise bei der Herstellung bestimmter Käsesorten und Fleischwaren. Für Camembert, Roquefort oder Salami wirken Pilze konservierend und verleihen ihnen das typische Aroma. Wachsen Schimmelpilze aber auf Lebensmitteln, auf die sie eigentlich nicht gehören, verderben diese. Aber auch hier gilt: Schimmel ist nicht gleich Schimmel. Während einige Schimmelpilzarten erhebliche gesundheitliche Risiken bergen, sind andere für unseren Körper harmlos. Im alltäglichen Gebrauch lässt sich jedoch nicht feststellen, ob eine Schimmelart ungefährlich ist. Im Zweifelsfall sollten deshalb verschimmelte Nahrungsmittel weggeworfen werden. Werden erhebliche Mengen an schimmeligen Lebensmitteln verzehrt, können die Toxine aus dem Verdauungstrakt ins Blut gelangen. Schwere Mykotoxin-Vergiftungen kommen dennoch relativ selten vor. Das Hauptproblem sind die Langzeitfolgen, denn bei regelmäßiger Aufnahme wächst die Wahrscheinlichkeit von Leberschädigungen und Krebserkrankungen.

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Lebensmittel richtig lagern – Ordnung ist das halbe Leben!
Tiefkühlschrank richtig reinigen und einräumen

 

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