
Nüsse sind eine großartige Zwischenmahlzeit: man kann sie problemlos überall mitnehmen, man muss sie nicht waschen oder zubereiten und man macht sich beim Essen die Finger nicht schmutzig. Man kann Nüsse beim Auto fahren, am Schreibtisch, in einer Konferenz oder der U-Bahn essen ohne dafür schief angeschaut zu werden. Nüsse liefern Eiweiß, essentielle Fette, Mineralien und Vitamine – und das macht sie zu einem sehr hochwertigen Lebensmittel, gerade, wenn man abnehmen anfängt.
Zu Anfangs finden die meisten neuen “Faustformler” Nüsse ganz toll, aber wenn man dann Nüsse plötzlich jeden Tag isst, dann kann es schnell einmal passieren, dass einem nach wenigen Wochen (oder sogar schon Tagen) die Nüsse beginnen zum Hals heraus zu hängen und man sie kaum mehr sehen kann.
Wir haben dazu ein paar Tipps:
- Wir finden es oft besser, wenn man Nüsse “sortenrein” isst, denn das ermöglicht Abwechslung. D.h. iss nur Mandeln oder nur Cashews oder nur Haselnüsse, aber kauf dir eher keine Nussmischungen. Denn wenn du Nussmischungen isst, dann hast du jeden Tag den gleichen Geschmack und das wird schnell langweilig. Wenn du aber am Montag Mandeln, am Dienstag Pekannüsse, am Mittwoch Cashews, am Donnerstag Paranüsse, am Freitag Walnüsse, am Samstag Haselnüsse und am Sonntag Macadamia-Nüsse (oder Pistazien) isst, dann hast du viel Abwechslung und es wird nicht so schnell geschmacklich langweilig (und du hast eine größere Nährstoffvielfalt, was auch besser ist). Natürlich ist das ein übertriebenes Beispiel, denn so extrem musst du nicht abwechseln. Man kann auch immer gleich ein paar Tage lang die gleichen Nüsse essen, und dann erst abwechseln – ganz nach Vorliebe und Geschmack.
- Iss, so weit möglich, saisonale Nüsse: in Mitteleuropa werden z.B. Walnüsse im Herbst reif und sind dann frisch erhältlich. Nachdem Nüsse, sobald sie zerbrochen werden, schneller anfangen ranzig zu werden, sind gerade Walnüsse davon betroffen, weil sie ja beim Schälen im Gegensatz zu Mandeln, Haselnüssen oder Paranüssen zerbrochen werden. Außerdem enthalten Walnüsse besonders viele essentielle Fette in einem besonders guten Verhältnis, deswegen sind sie auch besonders empfindlich, was das ranzig Werden betrifft. Wir empfehlen daher Walnüsse besonders dann zu essen, wenn sie frisch erhältlich sind (also im Herbst und Winter), denn die meisten Walnüsse, die man von ca März bis August/September zu kaufen bekommt, sind dann oft schon leicht ranzig. Wer selber einen Nussbaum zu Hause hat oder im Herbst auf Vorrat kaufen möchte: die geschälten Nüsse am besten einfrieren, das verlängert die Haltbarkeit. Wir essen Walnüsse am liebsten, wenn sie Saison haben, machen dann eine große “Sommerpause” und freuen und dann schon wieder, wenn es sie wieder gibt.
- Nüsse einweichen: Manche Nüsse profitieren extrem davon, wenn man sie ein paar Stunden (oder über Nacht) in Wasser einweicht. Vor allem Mandeln werden davon schön knackig und geschmacklich sehr mild. Nüsse werden übrigens auch leichter verdaulich, wenn man sie vorher einweicht. Aber Achtung: die Stoffe, die beim Einweichen abgebaut werden (und unsere Verdauung beeinträchtigen können), sind auch die Stoffe, die die Pflanze zum Schutz vor Keimen und Schädlingen braucht (das sind die Stoffe, mit denen sie sich davor schützt, gefressen zu werden). Wenn man also Nüsse einweicht und sogar, wenn man sie danach wieder trocknen lässt, sind die Nüsse jetzt wesentlich empfindlicher, was ranzig werden oder schimmeln betrifft. Also unbedingt nach dem Einweichen innerhalb von einem Tag aufbrauchen.
- Geröstete Kürbiskerne: Für ein bisschen Abwechslung sorgen auch Kerne, zum Beispiel Sonnenblumen- oder Kürbiskerne. Kürbiskerne schmecken besonders gut, wenn man sie in einer Pfanne sanft anröstet und dann einen Schuss Sojasauce oder Tamari darüber gibt. Wie das genau funktioniert, kannst du dir in diesem Video ansehen.