Der Speiseplan – Überblick

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Der Speiseplan “Nahrungsmittelunverträglichkeiten” soll dir dabei helfen herauszufinden, ob Unverträglichkeiten bei dir eine Rolle spielen. Den Speiseplan findest du in der Faustformel Foodplan App

Wir haben daher einen Speiseplan zusammengestellt, in dem folgende Dinge NICHT vorkommen:

“Verbotene” Lebensmittel:

  • Glutenhaltige Getreide und alle Produkte aus diesen Getreiden (zB Nudeln), also alle Getreide außer Reis, Hirse, Mais, Buchweizen, Quinoa oder Amarant.
  • Haferflocken: diese enthalten zwar kein Gluten, aber wir haben immer wieder Menschen dabei, die auch darauf reagieren und lassen sie deshalb sicherheitshalber auch weg.
  • Milchprodukte (aller Tierarten, also alles von der Kuh, Ziege oder Schaf – aber auch Pferd und Kamel), inklusive reines Butterfett wie Ghee/Butterschmalz
  • Eier (theoretisch nur Hühnereier, aber nachdem frische Wachtel- oder Enteneier nicht überall zu bekommen sind, haben wir sie nicht im Speiseplan)
  • Nüsse (alle, auch Erdnüsse und Cashews) und alle Produkte aus Nüssen (z.B. Mandelmilch)
  • Alle Kerne außer Kürbiskerne und Hanf
  • Hefe (wer ganz vorsichtig sein möchte, verwendet bitte Zitronensaft oder Apfelessig statt anderem Essig)
  • Soja (auch Sojasauce oder Tamari)
  • Alle anderen Hülsenfrüchte: es gibt wenig echte Unverträglichkeiten gegen Hülsenfrüchte, aber recht viele Menschen können sie Probleme mit der Verdauung machen und gerade, wenn der Darm vielleicht durch andere Unverträglichkeiten beeinträchtigt ist, dann macht die Verdauung von Hülsenfrüchten oft Probleme. Wir lassen sie daher sicherheitshalber weg.

Es ist sehr wichtig, bei diesem Test alle Lebensmittelgruppen gleichzeitig wegzulassen, von denen man vermutet, dass man auf sie reagiert. Das Problem ist, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) fast immer zu entzündlichen Prozessen im Körper führen und das dann die Beschwerden und verschiedenen Symptome auslöst. Aber so lange du nicht alle Lebensmittel, auf die du reagierst, weglässt, hast du ja weiterhin Symptome und Entzündungen im Körper – und dann wirst du nicht merken, wenn du etwas anderes nicht verträgst. Es ist ja leicht möglich, dass du zB Kuhmilch und Weizen nicht verträgst (aber Schafmilch und Roggen sehr wohl). Wenn du jetzt in der ersten Woche zB nur alle Milchprodukte weglässt, aber weiterhin Getreide isst, dann gehen deine Symptome nicht ganz weg (weil du ja noch Weizen isst, von dem du derzeit noch nicht weißt, dass du ihn nicht verträgst). Die Symptome werden also in der “Karenzphase” nicht ganz weggehen und wenn du dann eine “Challenge” machst (also zB ein Stück Käse isst um zu sehen, ob du es verträgst), dann wirst du kaum einen Unterschied merken. Deswegen muss man unbedingt alle Lebensmittel, von denen man vermutet, dass man sie eventuell nicht verträgt, gleichzeitig weglassen – und dann nach und nach wieder hinzufügen, wenn man weiß, welches man verträgt.

Du kannst in der “Karenzphase” frei aus allen “erlaubten” Lebensmitteln wählen. Damit das einfacher ist, haben wir dir einen Speiseplan für 7 Tage zusammen gestellt, den du danach einfach entsprechend noch eine Woche wiederholst. Den Speiseplan findest du in der Faustformel Foodplan App

Erlaubte Lebensmittel:

Bleibe in dieser Zeit bitte bei möglichst unverarbeiteten, naturbelassenen Lebensmitteln – also keine Kartoffelchips oder glutenfreies Brot, etc.

Erlaubt sind:

  • Reis (auch Reisnudeln), Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth, Mais (auch als Polenta)
  • Kokos (Milch, Fett, Flocken)
  • Kürbiskerne
  • Hanfsamen und Hanfproteinpulver
  • Alle Gemüsesorten
  • Alle Fleischsorten
  • Alle Fischsorten und Meeresfrüchte
  • Apfelessig (wenn du bei Hefe besonders vorsichtig sein möchtest, verwende Apfelessig oder Zitrone statt anderem Essig)

Ablauf

Du solltest den oben erwähnten Speiseplan am besten 10 Tage bis zwei Wochen machen – denn je nachdem, wie stark du auf auf eines der Lebensmittel reagierst und es dann in der Karenzphase weglässt, kann es ein paar Tage dauern, bis die Entzündung, die durch die NMU hervorgerufen wird, abklingt. Du solltest danach deinem Körper zumindest ein paar Tage “Pause” von diesen Lebensmitteln gönnen, bevor du den ersten Test machst. Im Normalfall wird das nach ca 10 Tagen möglich sein.

Während der “Karenzzeit”, also in der Zeit, in der du dich an den Speiseplan hältst und alle “verbotenen” Lebensmittel weglässt, kannst du frei aus allen erlaubten Lebensmitteln wählen und kannst auch theoretisch Süßigkeiten essen oder Alkohol trinken – sofern darin keine der “verbotenen” Lebensmittel enthalten sind (Achtung: fast jeder Alkohol, außer Spirituosen, also Schnaps, Wodka, Gin etc, enthält Hefe!).

Mehr Information zu Frühstück, Zwischenmahlzeiten und was du tun kannst, wenn du etwas nicht magst, haben wir dir hier zusammengestellt.

Lebensmittel testen”

Nach der Karenzphase beginnst du, ein Lebensmittel nach dem anderen zu “testen”, indem du eine größere Portion davon isst und dann zwei Tage lang beobachtest, ob du irgendwelche Symptome bekommst. Wie man das genau macht und in welcher Reihenfolge du die Lebensmittel testen solltest, haben wir dir hier zusammengestellt.

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